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Herstellung
Die Ernte der Mostäpfel beginnt normalerweise im September und dauert bis in den November. Die Mostbirnen werden zwischen September und Ende Oktober geerntet. Während früher das gesamte Mostobst von Hand aufgelesen wurde, kommen heute vermehrt Auflesemaschinen zum Einsatz. Die geernteten Früchte gelangen in die Mosterei, wo sie gereinigt und gepresst werden. Apfelsaft gibt es als sogenannten Direktsaft (= Obstsaft frisch ab Presse) und aus Fruchtsaftkonzentrat hergestellt. Der Direktsaft wird für die spätere Abfüllung in sterilen Tanks zwischengelagert. Um Fruchtsaftkonzentrat zu gewinnen, wird dem frisch gepressten Saft unter Vakuum-Bedingungen das Wasser entzogen, bis der Saft auf zirka ein Sechstel seines Volumens verdichtet ist. Durch Rückverdünnung des Konzentrats mit Trinkwasser entsteht wieder ein Fruchtsaft, der dem Direktsaft durchaus ebenbürtig ist. Die Konzentratherstellung hat verschiedene Vorteile, die sich letztendlich günstig auf die Konsumentenpreise auswirken: Die Hersteller erreichen höhere Lagerkapazitäten, können die Abfüllung über einen längeren Zeitraum gleichmässig verteilen und Jahre mit einer schlechten Obsternte durch Lagerreserven ausgleichen. Wie alle anderen Fruchtsäfte, wird der Apfelsaft ausschliesslich auf physikalischem Weg, durch Pasteurisation oder durch sterile Abfüllung, haltbar gemacht. Dabei bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.