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Rohstoffe
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Viele alte Apfel- und Birnensorten haben einen hohen Säure- und Zuckerwert. Sie sind deshalb geschmacklich variantenreicher und intensiver als die heutigen Tafelobstsorten. Aus diesem Grund eignen sie sich besonders für die Apfelsaft-Produktion. Die jahrhundertlange Auslese von Sämlingen durch den Menschen hat zudem zu robusten Sorten geführt, die an Klima, Schädlingsbefall und Krankheiten angepasst sind. Zu den typische Mostäpfeln gehören beispielsweise die Sorten Blauacher, Bohnapfel, Boskoop, Sauergrauech, Thurgauer Weinapfel oder Tobiässler. Daneben gibt es Hunderte von weiteren, zum Teil nur lokal verbreiteten, Sorten. Wasserbirne, Gelbmöster oder Theilerbirne sind Beispiele für typische Mostbirnensorten. Doch auch hier gibt es eine stattliche Anzahl weiterer Sorten. Alle diese Sorten wachsen praktisch ausschliesslich auf den traditionellen Hochstammbäumen. Die Kantone Bern, Thurgau, St. Gallen und Luzern haben die grössten Bestände an Hochstammbäumen und produzieren entsprechend die grössten Mostobstmengen.
Leider ist der Bestand an Hochstammbäumen in der Schweiz stark rückläufig. Im Durchschnitt der Jahre 2004 und 2005 wurden 105 000 Tonnen Schweizer Mostäpfel verarbeitet. Damit konnte der inländische Apfelsaft-Markt noch knapp versorgt werden. Doch immer mehr Feldobstbäume verschwinden, weil sich das Auflesen für die Obstproduzenten nicht mehr lohnt. Die Bäume werden nicht mehr genutzt und gepflegt und schliesslich gerodet. |
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